Wetter in Stutensee-Staffort - Blitzortung

Diese Wetterrstation ist an das Blitzortungsnetzwerk Blitzortung.org angeschlossen.

Dazu gehört der Betrieb einer Blitzortungsstation.
Diese kommt als Bausatz. Alle SMD-Bauteile sind bereits bestückt. Man muss "lediglich" die bedrahteten Bauteile in die Platine einlöten und das Gehäuse darum montieren.

Und natürlich eine Antenne bauen und installieren.
Dem Bausatz liegen die Vorverstärker für eine elektrische Antenne (E-Feld) und eine magnetische Antenne (H-Feld) bei.
Ich habe mich, der Einfachheit halber und weil ich das Sytem schnell in Betrieb nehmen wollte, zunächst für die mitgelieferte E-Feld-Antenne entschieden und diese am höchstmöglichen Punkt innerhalb des Hauses installiert.
Da diese Antenne aber prinzipbedingt viele elektrische Störungen einfängt, war eigentlich von Anfang an klar, daß eine H-Feld-Antenne her muss.

Im Internet kursieren viele Anleitungen für den Bau einer VLF-H-Feld-Antenne. Da mir die Scheune neben dem Haus viel Platz bietet, entschied ich mich für eine Rahmenantenne, wie sie auch in den Anleitung auf Blitzortung.org beschrieben ist.

Das gesamte benötigte Material lag schon in meinen Bastelkisten herum, die Holzleisten hat mein Nachbar aus einer Ladung Verpackungsmaterial spendiert.
Der Aufbau gestaltete sich zunächst denkbar einfach. Die Leisten wurden sauber abgschliffen (damit es keine Splitter in den Fingern gibt ;-) ). Da hinein bohrte ich an jedem Ende zuerst außen durch den dicken Teil (22 mm), dann etwas weiter innen durch den dünnen Teil (18 mm) je ein Loch mit 10 mm Durchmesser. Die Löcher dürfen sich nicht überschneiden!
Die nächste Arbeit war das Entfernen der äußeren Hülle des Verlegekabels. Dabei habe ich den Aufwand deutlich unterschätzt. Die Hülle schnitt ich in Stücke von etwa 60 cm Länge, die ich dann von den Adern herunter zog. Das kosstet schon ein bisschen Kraft. Und hinterlässt drei ziemlich sperrige Kabelhaufen. Den Kabelsalat habe ich schließlich im Garten auseinander gedröselt und die Adern der Länge nach einzeln ausgelegt. Daraus konnte ich drei halbwegs handhabbare Ringe aufwickeln.
Richtig Aufwand macht das "Wickeln" der drei Spulen. Es macht die Sache etwas einfacher, wenn man viel Platz zur Verfügung hat, um die Kablerolle knoten- und schlingenfrei auslegen zu können.
Die ersten zwei Windungen zog ich vom einen Ende des Drahtes durch die Löcher der zwei Leisten, der Rest wurde dann vom anderen Ende des Kabels aus durchgezogen. Da es sich um Draht, nicht um Litze handelt, muss man sehr darauf aufpassen, keine Schlinge zu übersehen. Denn ist eine solche mal zusammengezogen, lässt sich das nur noch mit Kraft wieder korrigieren. Ich habe im Schnitt für jede Spule mit acht Windungen ca. 25 min gebraucht.
Die Enden der Spulen ließ ich ca. 8 cm frei stehen. Für die waagerechte Spule muss man sehr viel mehr Darht übrig lassen, denn die Enden werden zurest in die Mitte des Kreuzes geführt und von dort zu den Enden der anderen Spulen. Zum Festmachen dieser Drähte dienen die Kabelbinder.
Die Spulenenden werden dann an den H-Feld-Vorverstärker angeschlossen.
Meine Antenne ist so angeschlossen, dass die Spulen folgende Richtwirkung haben : Jetzt musste ich noch ein Ethernetkabel zur Basisstation legen und der Aufbau war fertig - zunächst mal provisorisch auf dem Balkon :-)

Die Statistiken zu meiner Station sind auf Blitzortung.org unter der Teilnehmernummer 1436 und der Stattionsnummer 1727 zu finden.

© Uwe Jantzen 1.5.2017